Sommer 2005

Eigentlich hatten wir die Norditalien- und S├╝dfrankreich-Tour schon f├╝r den Sommer 2004 geplant, aber da war es einfach zu hei├č. Deshalb fuhren wir diesmal schon Anfang Juni los. Wir hatten sogar vier Wochen Zeit und haben zus├Ątzlich noch einen Besuch in Slowenien in unsere Reiseplanung aufgenommen. Davon Tagebuchnotizen in Kurzform:

05.06.: Abends am Millst├Ątter See

06.-07.06.: Wildwasserpaddelei auf der zauberhaften Soca

08.06.: ├ťber Novapalma und Caorle an die Adria, ├ťbernachtung an der Kirche in Brian

09.06.: Bummel durch Venedig. Abseits der ausgetretenen Touristenpfade gab es dort sogar malerische ruhige Pl├Ątzchen. (Ralf hat viele Ecken, die er von seiner letzten Reise nach Venedig mit Lara Croft kannte, wiedererkannt ­čÖé Unsere urspr├╝nglich geplante Paddeltour durch Venedigs Kan├Ąle haben wir angesichts des regen Schiffsverkehrs allerdings verworfen. ├ťbernachtung in Ferrara in der Po-Ebene. End- und trostlose Weiten.

10.6.: Bei Ravenna warfen wir noch einen zweiten Blick auf die Adria, haben aber immer noch keine Affinit├Ąt zu Bettenburgen entwickelt. Nachmittags radelten wir durch die engen Gassen von Florenz und konnten wirklich gewisse ├ähnlichkeiten mit Dresden (Elbflorenz) feststellen, aber Dresden ist viel gr├╝ner, ruhiger und sch├Âner.

11.6.: Am schiefen Turm von Pisa machten die Touristen merkw├╝rdige Handbewegungen, die fast unterhaltsamer waren als die eigentliche Attraktion (Foto). Es w├Ąre interessant zu wissen, wie viele Millionen Fotos es auf der Welt gibt, auf denen eine Person versucht, den schiefen Turm von Pisa abzust├╝tzen. ├ťber Genua und La Spezia nach Levanto (Ligurien). Der Campingplatz "Aqua Dolce" war enger als eine Reihenhaussiedlung, was aber zu netten Kontakten mit den Nachbarn f├╝hrte. Abends badeten wir in der malerischen Bucht von Levanto und trafen Miss Englishteacher im Pub.

12.-13.6.: Fahrt durch Monaco und Nizza bis ins Val de Fleur. Sch├Âner Campingplatz, auf dem uns Myriaden von Gl├╝hw├╝rmchen verzauberten. Fahrradausflug nach Nizza, beeindruckt vom Blau der Cote d'Azur. Die Franzosen sind gem├╝tlich und entspannt.

14.-15.6.: In der N├Ąhe von St. Tropez lernten wir Rike und Andy kennen. Humphrey Bogart h├Ątte gesagt: "Ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft." Nachtrag: Inzwischen gab es schon sehr sch├Âne gemeinsame Paddeltouren auf Amper, Staffelsee und Donau.

16.-20.6.: Der Grand Canyon du Verdon ist unbeschreiblich sch├Ân. Wir ├╝bernachteten auf einem einsamen Zeltplatz direkt am Canyon mit frischem Rosmarin und Thymian. Dort trafen wir Dave aus Neuseeland (Foto), der mit dem Fahrrad von Marseille nach Paris radelte. Hut ab.

21.-23.6.: Paddeltour auf der sch├Ânen, aber trotz Niedrigwasser leicht ├╝berf├╝llten Ard├Ęche

24.-28.6.: Die zwar weniger bekannte, aber nicht minder idyllische Tarnschlucht erkundeten wir auch mit dem Boot. Wir wanderten in den kargen Cevennen und besuchten die H├Âhle Aven Armand. Bei Millau wurde eine gigantische Br├╝cke ├╝ber den Tarn gebaut, die wir von allen Seiten bewunderten.

29.6.: Fahrtag ├╝ber Le Puy und Lyon nach Interlaken.

30.6.: Der Mystery-Park (des Alien-Sehers Erich von D├Ąniken) in Interlaken mutete wie der Tempel einer Religion (oder Sekte?) an, war aber so unterhaltsam, dass wir den ganzen Tag dort verbrachten.

1.-2.7.: Z├╝rich, bitte verzeih uns, dass wir dich nicht mehr besichtigt haben, wir waren urlaubsm├╝de. Daf├╝r schauten wir uns das kleine St├Ądtchen Stein am Rhein an.