Wanderung rund den Hochfelln über Röthelmoos und Eschlmoos

Mitte Oktober 2014

Wir kommen uns ja selbst schon hyperaktiv vor, aber bei diesem perfekten Herbst­wetter konnten wir einfach nicht zu Hause bleiben. Paddeln und radeln waren wir ja gerade, nun musste mal wieder gewandert werden.

Diesmal wieder mit Gepäck für eine Übernachtung. Also schnappten wir unsere Wander­wagen und auf ging's Richtung Chiemgauer Alpen. Um die Runde für zwei Tage passend zu machen, fuhren wir per Zug von Siegsdorf nach Ruhpolding.

Entlang der weißen Traun geht es vorbei an vier kleinen Seen zum Abzweig Richtung Röthel­moos. Der Weg ist sehr angenehm, nur die parallel laufende Talstraße stört etwas die Idylle. Vor allem wenn auch die Motorrad­fahrer denken, dies sei das letzte schöne Herbst­wochen­ende, mit ihren jämmer­lichen Halb­jahres­plaketten.

Der Weg zum Röthel­moos führt dann ruhig mit mäßiger Steigung entlang an einem kleinen Bach. Oben angekommen hatten wir schon über 20 km auf dem "Tacho" - Zeit einen Über­nachtungs­platz zu suchen. An einer kleinen Schutz­hütte gab es sogar frisches Quellwasser. Perfektes Plätzchen!

Bis zum Eschlmoos muss man ein paar hundert Höhen­meter über den Berg, alles auf einem bequemen Schotterweg. Dafür ist das Eschlmoos definitiv der land­schaftliche Höhepunkt der Tour. Der Rückweg nach Siegsdorf zog sich über Bergen noch ganz schön in die Länge, am liebsten hätten wir vor Bergen ein Fahrrad deponiert gehabt.

Die Gegend ist ohnehin beliebt bei Mountain­bikern. Aber auch per Mountain­bike hat es die Strecke mit ihrem Auf und Ab sicher in sich. Jedenfalls wenn man nicht elektrisch unterstützt unterwegs ist. Und das waren nach unserer Schätzung schon über 50% der Biker. Irgendwann wird sich gar keiner mehr selbst bewegen.

Ganz gegen diesen Trend erzeugten unsere exotischen Wander­wagen erstaunte Blicke und einige nette Begegnungen. Nur unsere Beine behaupteten, dass über 45 km für zwei Tage zu lang seien. Aber vielleicht kommt ja demnächst das E-Bein in Mode?